Ausstellung des Landesverbandes Thüringen:  Wir geben dem Ehrenamt ein Gesicht

Gesichter, die Mut machen – so könnte das Motto einer Ausstellung lauten, die seit 2015 durch Krankenhäuser des Landes Thüringen wandert. Sie zeigt Portraitaufnahmen von Frauen, die in Städten und Gemeinden Thüringens in FSH-Gruppen aktiv sind. Sie alle erkrankten vor Jahren an Krebs und engagieren sich nun in der Selbsthilfe, um andere Krebspatientinnen und -patienten sowie deren Familien zu unterstützen.

Die Idee zu der Ausstellung hatte Hans-Jürgen Mayer, Vorsitzender des FSH-Landesverbandes Thüringen. „Mit den Fotografien von Frauen, die den Krebs überlebt und das Tal der Diagnose und Therapie überwunden haben, soll Frauen und Männern während der Akutbehandlung im Krankenhaus gezeigt werden, dass ein positives und erfülltes Leben auch nach der Diagnose Krebs möglich ist“, so der Initiator. Er stellte das Projekt der AOK Thüringen vor, die sofort bereit war, die Finanzierung zu übernehmen.

Etwas schwieriger gestaltete sich zunächst, Fotomodelle für die Ausstellung zu gewinnen. Das Projekt selbst fand bei den Mitgliedern des Landesverbandes zwar Anklang, doch sich dafür auch fotografieren zu lassen, das stand auf einem anderen Blatt. Bis August 2011 konnten der Landesvorsitzende und seine Mitstreiterinnen jedoch 34 Frauen und Männer von der Idee überzeugen. Sie alle ließen sich während der Bundestagung der FSH in Magdeburg von einem eigens aus Thüringen angereisten Fotografen ablichten – auf jedem Foto mit dabei: das Markenzeichen der FSH, der grüne Schal.

Diese grünen Schals haben eine ganz besondere Bedeutung innerhalb des Fotografien-Zyklus. Die zentrale Aussage der Ausstellung – „Du bist nicht allein!“ – wird durch sie pointiert, denn sie stellen den einzigen farblichen Akzent in den ansonsten schwarz-weiß gehaltenen Portraitaufnahmen dar.

„Die Resonanz auf die Ausstellung übertrifft unsere Erwartungen“, verrät Mayer. „Wir erhalten aus den Kliniken, in denen die Bilder zu sehen waren, viel mehr Anrufe als zuvor. Und die Mitarbeiter in den Krankenhäusern arbeiten jetzt viel enger mit uns zusammen.“ Auch das Interesse daran, die Ausstellung in der eigenen Klinik zu zeigen, ist groß: Bisher war sie in drei Erfurter Klinken und in Jena zu sehen. Fest eingeplant haben die Ausstellung das Klinikum Suhl und eine Klinik in Bad Berka. Außerdem wird sie auf der FSH-Bundestagung in Magdeburg gastieren. „Vielleicht bietet sie dort anderen Landesverbänden der FSH eine Anregung, etwas Vergleichbares zu starten“, hofft Mayer, der von dem Erfolg des Projektes von Anfang an überzeugt war.

Voraussichtlich wird die Ausstellung noch bis Mitte 2013 durch Thüringen touren, da die Nachfrage groß ist. Ein Mangel an neuen Fotomodellen gibt es nun auch nicht mehr: „Seit unsere Mitglieder die Ausstellung gesehen haben, wollen noch viel mehr Frauen die A ktion unterstützen und sind bereit, sich fotografieren zu lassen“, berichtet Mayer. Daher soll in Magdeburg ein weiterer Fototermin stattfinden. Je nach Ausstellungsort können dann immer Aufnahmen von Frauen gezeigt werden, die aus der jeweiligen Region kommen.

Internet-Redaktion der FSH

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